Das Material Ihrer Schuheinlagen beeinflusst nicht nur Ihren Tragekomfort, sondern auch die Unterstützung, die Ihre Füße dadurch erhalten. Und nicht alle Materialien bieten die gleiche Unterstützung des Fußgewölbes!
Werfen wir einen Blick auf die beiden gängigsten Materialien, aus denen eine durchschnittliche Schuhsohle besteht – Gel und Schaumstoff.
Gel-Schuheinlegesohlen: Was bieten sie?
Wenn Sie sich für eine Gel-Einlegesohle entscheiden, bezahlen Sie im Grunde für zwei Dinge: Komfort und Stoßdämpfung.
Komfort
Erinnern Sie sich an die Werbung für die Schuheinlagen, die Sie gesehen haben? Die, in der jemand in einen Schuh mit Gel-Einlegesohle schlüpft und erleichtert aufatmet, scheinbar alle Sorgen vergessend.
Gel-Einlegesohlen sind weich und nachgiebig, und das bedeutet Komfort. Es ist angenehmer, auf einem nachgiebigen Untergrund zu stehen als auf einem harten.
Komfort hat natürlich keinen Einfluss auf die Stützwirkung. Wenn Sie aufgrund einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung Schmerzen oder Beschwerden haben, kann Gel diese nicht beheben.
Stoßdämpfung
Eine weitere Funktion von Gel-Einlegesohlen besteht darin, die Stoßdämpfung zu erhöhen und so die Füße bei Aktivitäten mit hoher Belastung zu schützen.
Beim Laufen beispielsweise entstehen beim Aufprall der Füße auf den Boden starke Stöße. Je geringer die Stoßdämpfung bei Aktivitäten mit hoher Belastung ist, desto stärker wird diese Kraft auf Füße, Knie und sogar den unteren Rücken übertragen.
Anders als manche Werbespots suggerieren, hat die Stoßdämpfung keinen Einfluss auf die Stabilität. Gel dämpft zwar die Füße bei Aktivitäten mit hoher Belastung, bietet aber nicht genügend Halt, um Fehlstellungen oder eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung zu korrigieren.
Tatsächlich können Gel-Einlegesohlen bei Aktivitäten mit hoher Belastung die Aufprallenergie von der Fußsohle ableiten… doch diese Kraft muss irgendwohin abgeleitet werden. Fehlt es an Halt im Schuh, kann die Kraft (je nach Fußtyp) zu Fehlhaltungen wie Überpronation führen und die unteren Extremitäten ganz anders belasten.
Was uns zu den Schaumstoff-Einlegesohlen führt:
Schaumstoff-Schuheinlegesohlen: Was bieten sie?
Schaumstoffeinlagen sind hingegen nicht annähernd so weich. Sie bieten zwar eine gewisse Stoßdämpfung, aber nicht denselben Tragekomfort. Tatsächlich kann sich der Schuh (insbesondere wenn die Schaumstoffeinlage thermoplastische Komponenten zur Formstabilität enthält) anfangs mit der Einlage sogar unbequemer anfühlen!
Warum sollte man also für eine Einlegesohle bezahlen, die sich weniger bequem anfühlt? Ein guter Grund: Unterstützung.
Wie wir in unserem Beitrag über die Anatomie eines Schuhs bereits besprochen haben, gibt es zwei Faktoren, die die Stützwirkung beeinflussen:
Gewichtsverteilung
Wenn Sie keine stützenden Schuhe tragen, die Ihr Gewicht gleichmäßig und richtig verteilen, kann dies dazu führen, dass Druck auf den falschen Teil des Fußes ausgeübt wird… was sich auf alle Arten Ihrer unteren Extremitäten auswirken kann.
Einlegesohlen aus Schaumstoff sind zwar weniger bequem, aber dafür formstabiler. Dadurch behalten sie ihre Form besser, sodass Ihr Fuß optimal positioniert bleibt und Ihr Gewicht bestmöglich verteilt wird.
Wenn Sie Wert auf eine optimale Gewichtsverteilung legen, achten Sie bei Schaumstoffeinlagen auf eine Fersenkappe und ein Mittelfußpolster.
Veröffentlichungsdatum: 02.06.2021




